Kunstausstellung

Ausstellung 2015

Nicht nur der Förderkreis ist kreativ
Eisenbacher haben ihr künstlerisches und gestalterisches Talent in der Hobby-Ausstellung gezeigt / Literarisch werden neue Ziele gesetzt.
BesucherDie Schau lockte am Wochenende wieder zahlreiche Besucher.
Bei der Eröffnung am Freitagabend waren, wie gewohnt und üblich, die Aussteller mit ihren Angehörigen zugegen.

Jürgen Holtz, der Vorsitzende des Vereins, hatte die Ausstellung organisiert und Mitmenschen gesucht, die sie mit Exponaten bereichern wollten. Bei der Vernissage selbst überließ er Anngrit Hacker und Magnus Cordes-Schmid das Wort, sie führten durch den Abend und gestatteten den Teilnehmern selbst einige Worte der Erklärung zu ihren jeweiligen Exponaten.

Cello und HolzskulpturDie Ausstellung machte deutlich, dass Eisenbach nicht arm ist an Talenten. Heinrich Graf, der viel Erfahrung in der Malerei hat, präsentiert nicht nur seine eigenen Werke, darunter Gesichter, die nur fragmenthaft gemalt waren und dem Betrachter zur Interpretation überlassen wurden. Er leitete auch den Kurs der Dienstagsmaler (ebenfalls ein Angebot des Förderkreises), der von zahlreichen Interessenten wahrgenommen wird. Zahlreiche Eisenbacher, die sich der Malerei verschrieben haben, zeigten hier – allerdings anonym – ihre Arbeiten.

Das zweite Schuljahr der Lichtenbergschule war mit Zeichnungen vertreten. Neuling Eva Kneipp, die erst vor wenigen Jahren die Malerei für sich entdeckte, stellte Porträts und Bleistiftzeichnungen vor. Malerei, ausgefallene Skulpturen aus Styropor und Textilarbeiten bot Anita Dufner aus Boll, mit ihren Malkünsten war Erna Mayer dabei.

Die Fotografie war stark vertreten. Ob Markus Klek, der auf strenge Symmetrie in seinen Bildern achtet, oder Paul Wangler, der den Baum in den Mittelpunkt stellt. Karl Meister präsentierte eine Digitaltechnik der Fotografie, die auf verstärkte Kontraste setzt.

Die Bildhauerei und das Schaffen mit Holz und Stein bildeten einen Schwerpunkt der Ausstellung. Neben den professionell wirkenden Künstlern Rita und Ernst Tritschler, die regelmäßig bei den Ausstellungen vertreten sind und auch diesmal ihre Kreationen zeigten, setzten zwei junge Talente Akzente: Nicole Kleiser, die vom Schwärzenbacher Salenhof stammt und eindrucksvolle Werke (nicht nur) aus Holz erschuf, überzeugte ebenso wie die gelernte Bildhauerin Bianca Bohnet, der man am Sonntag sogar über die Schultern schauen durfte. Holz, vom Wasser über Jahre hinweg abgeschliffen, fasziniert Wolfram Trimpin aus Löffingen, der die unbehandelten Exemplare auf Stein drapierte und die Interpretation dem Zuschauer überließ. Textiltechnik, Experimentaltechnik von Rainer Gehring, Krippen in allen Größen von Carola Steiert aus Bärental – die Bandbreite war groß, der Ideenreichtum faszinierend. Musikalische Akzente setzten Ingrid Haarmann (Cello) und Christoph Haarmann (Flöte) mit freien Improvisationen.

Kunst_2015_041Am Ende der Vernissage lud Jürgen Holtz zu einer Lesung: Der Förderkreis setzt sich auch literarisch neue Ziele und hat sich den Gebrüdern Ganter verschrieben, die zur Zeit der Französischen Revolution im Hochschwarzwald wirkten.