Dorfschreiberin 2017

Foto: Marie Dion

Foto: Marie Dion

Bei ihrer Antrittslesung im Mai stellte Frau Bettina Suleiman ihren Debütroman „Auswilderung“ vor.

Zur Verabschiedung brachte sie Auszüge des Manuskripts ihres zweiten Romans zum Vortrag, an welchem sie während ihres 3-monatigen Literatur-Stipendiums in Eisenbach gearbeitet hat.

Dazu Fr. Suleiman: „…Mich interessiert die Frage, wann und wie Menschen aufhören, für ihr Leben mit dem Großen, Bombastischen zu rechnen und wann sie anfangen, sich mit dem Kleinen, Möglichen zu begnügen. Und welche von beiden Varianten „besser“ ist.“


Unterwegs auf Heideggers Spuren

Der Rundweg führt uns vorbei an der Hütte Heideggers, in der sein1927 erschienenes Hauptwerk  „Sein und Zeit“ entstand. Am Wegesrand informieren bebilderte Schautafeln zum Leben des Philosophen in Todtnauberg. Ob Riesenstuhl oder Vogelhaus, die begehbaren Objekte laden uns ein, das Bergpanorama zu genießen. An der Fatima Kapelle legen wir eine Pause ein. Unter der Moderation durch Bettina entwickelt sich ein lebhaftes Gespräch zu Heideggers Konzepten von Eigentlichkeit („selbst sein“) und Uneigentlichkeit („nicht selbst sein“) und unserer eigenen Erfahrung damit.

 

Zur Person

Bettina Suleiman, geboren 1978 in Dessau, studierte Philosophie und Germanistik und promovierte in Philosophie. Ihr Debütroman Auswilderung erschien im September 2014 beim Suhrkamp-Verlag. Zudem veröffentlichte sie auf InTranslation, Words Without Borders, ZEIT Online und in Anthologien.
Sie arbeitete für Theater und NGOs in Israel, studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig (DLL) und nahm am Austauschprogramm für Literarische Übersetzungen der Columbia University New York und des DLL teil. Bettina Suleiman lebt mit ihrem Mann in Haifa, Israel. In Eisenbach wird sie an ihrem zweiten Roman arbeiten.